Worauf beim Kauf von Holzfenstern zu achten ist

Worauf beim Kauf von Holzfenstern zu achten ist

Holzfenster sind schön und ökologisch sinnvoll. Wenn sie richtig verarbeitet sind, sparen sie Energie ein und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Verbraucher, die in ihrem Zuhause neue Holzfenster einbauen wollen, sollten wissen, worauf es beim Holzfensterkauf ankommt. Mit ein wenig Know-how vermeiden sie, dass unnötig Wärme verloren geht und die Fensterkonstruktionen lange haltbar sind.

INFO: Grundsätzlich sollten alte Holzfenster nach etwa 25 Jahren ausgetauscht werden, da sie nicht mehr den Ansprüchen entsprechen und den Energieverbrauch stark erhöhen. Hier rechnet sich der Austausch neuer Fenster in vielen Fällen. Verbraucher können die Kosten, die durch den Einbau von neuen Holzfenstern entstehen, mit staatlichen Förderungen und Krediten finanzieren.

Eigenschaften von Holzfenstern

Holzfenster sind langlebig und wirken sich positiv auf das Wohnklima aus. Sie bestehen aus einem natürlichen und nachwachsenden Rohstoff und sorgen für Luftzirkulation im Raum. Das Holz für den Rahmen sollte vorzugsweise aus heimischen Hölzern bestehen, da sie einen umweltfreundlichen Rohstoff darstellen. Bewährt haben sich Holzfenster aus Fichte, Eiche, Kiefer oder Lärche. Bei Tropenhölzern sollten Verbraucher darauf achten, dass sie aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammen. Holzfenster verfügen über eine gute Energieeffizienz. Durch die Materialeigenschaften eignen sie sich optimal für Passivhäuser und energiesparende Bauweisen. Der Holzrahmen ist massiv und robust.

Mehrfachverglasung und Wärmedämmung

Neue Holzfenster sollten eine Mehrfachverglasung haben, optimal sind derzeit dreifach verglaste Fenster. Sie haben ein hohes Dämmpotenzial und sparen drei Mal mehr Energie ein, als alte Fenster mit Einfachverglasung. Wie hoch die Dämmleistung ist, gibt der Wärmedurchgangskoeffizient an. Er gibt Auskunft darüber, wie viel Wärme bei einem Grad Temperaturunterschied, der zwischen Außenbereich und Zimmer besteht, pro Quadratmeter verloren geht. Beim Kauf sollten Verbraucher Holzfenster mit einem geringen U-Wert auswählen. Je geringer dieser Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung.

Die Energiesparverordnung setzt einen U-Wert von mindestens 1,3 voraus. Es gibt Holzfenster, die einen U-Wert von 0,7 haben, mit einem schmalen Rahmen ausgestattet sind und moderne Verschalungen aus Aluminium sowie hochwertige Dämmstoffe haben. Diese Holzfenster liegen im oberen Preissegment. Im Fachhandel gibt es Holzfenster zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis mit einer hohen Qualität.

Sonnenschutzglas und Energiedurchlass

Neben dem U-Wert gibt es noch einen anderen Wert, der bei der Wahl eines Holzfensters ausschlaggebend ist. Es handelt sich um den g-Wert. Er sagt aus, wie viel Sonnenenergie durch das Fenster in das Zimmer gelangt. Fenster, die eine starke Sonneneinstrahlung haben, zum Beispiel an der Südseite des Hauses, sollten einen niedrigen g-Wert haben, sprich eine geringe Menge an Sonnenenergie durchlassen, da die Zimmer sonst stark überhitzen. Im Winter führt ein zu geringer g-Wert allerdings zu kühlen Räumen. Es muss dann stärker geheizt werden. Welcher Wert für die Holzfenster im eigenen Zuhause am geeignetsten ist, erfahren Verbraucher bei einer professionellen Energieberatung. Sonnenschutzfenstergläser sind in Deutschland nicht vonnöten. Sie verringern den Lichteinfall bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Sinnvoller ist es, mit Rollläden, Gardinen oder Jalousien den Lichteinfall zu verringern.

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